Die HFCL-Fechttalente Greta Röpke, Frauke Godau, Lea Sophie Drescher und Moritz Fröhlich und Virginia Amelie Schwanke vom VfL Pinneberg starteten am Samstag bei den Deutschen Florettmeisterschaften der B-Jugend in Halle/Saale. Aus allen deutschen Bundesländern kamen die besten Fechtsportler der Jahrgänge 2002 und 2003 - insgesamt über 260 - in die Sporthalle Brandberge, um die diesjährigen Deutschen Meister zu ermitteln.

Schleswig-Holstein nimmt in diesem Sport bekanntermaßen eher eine Außenseiterrolle ein. Trotzdem gelang es den Lübeckern mit Unterstützung von Trainerin Friederike Janshen und Betreuer Dr. Hans-Georg Brinkmann, sich gegen Fechtschüler aus den Hochburgen mit Fechtinternaten mehr als nur zu zu behaupten.

 

2016 04 23 DM JB   Halle  02 500

Alle vier Lübecker überstanden problemlos die Vorrunde mit jeweils 66 Fechtern und zogen nach sehr guten Ergebnissen mit jeweils nur einer Niederlage in die Zwischenrunde ein. Moritz Fröhlich erwischte hier eine für ihn schwierige Gruppe und schied mit nur einem gewonnen Gefecht aus. Ein Platz 40, der nicht ganz den Erwartungen entsprach, im Jahrgang 2003 war das Ergebnis seiner ersten Teilnahme an Deutschen Meisterschaften.

Die drei Mädchen erreichten nach ebenfalls starken Leistungen in ihren Zwischenrunden sicher das 32er KO. Greta Röpke schlug sich gut bis in den Hoffnungslauf durch, verlor dort knapp und erreichte Platz 20 in der Gesamtwertung des Jahrgangs 2002.

Lea Sophie Drescher und Frauke Godau, beide Jahrgang 2003, kämpften sich über den Hoffnungslauf bis unter die letzten 16 vor. Frauke verlor hier knapp und belegte den 14. Platz. Lea Drescher gelang es, eine starke Tauberbischofsheimerin auszuschalten und zog ins 8er KO ein. Nach gutem Kampf gegen die spätere Deutsche Meisterin erreichte sie einen hervorragenden 7. Platz.

Der Pinnebergerin Virginia Amelie Schwanke gelang nach guten Gefechten mit Platz 31 ebenfalls ein mehr als respektables Ergebnis.

Im Mannschaftswettkampf zeigten die HFCL-Mädchen als einzige Schleswig-Holsteiner Mannschaft dann noch einmal ganz deutlich dem Rest Deutschlands, dass im Norden eine heiße Klinge gefochten wird. Die 25 besten Mannschaften aus allen Bundesländern traten am Sonntag gegeneinander an. Die Vorrunde überstanden die drei souverän. Im anschließenden KO warfen sie die Vorrundenersten aus Sachsen nach einem phänomenalen Kampf mit 45:29 aus dem Rennen. Im anschließenden Gefecht unterlagen sie dann aber nach großem Kampf der 1.Mannschaft aus Hessen mit der Deutschen Meisterin Jg. 2002. In der Gesamtwertung erreichte die Schleswig-Holsteiner Mannschaft so einen guten 8. Platz.

Mit diesen Leistungen im Einzel- sowie im Mannschaftskampf haben die norddeutschen Fechter eindeutig bewiesen, dass auch abseits der großen Fechtzentren durch Ehrgeiz und Fleiß in diesem Sport viel erreicht werden kann.